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Kurze Geschichte der Integration in Österreich Mit der 15. Schulorganisationsnovelle (SchOG) im Jahr 1993 wurde die Integration behinderter Kinder (Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf - SPF) in die Regelschule - vorerst nur auf der Grundstufe - übernommen. Die Kinder werden in Integrationsklassen von einem Volksschullehrer/ einer -lehrerin und einer Sonderschullehrerin/einem -lehrer im Team betreut.
1997 kam es zur Integration von Schülern mit SPF im Rahmen der 17. SchOG für die Sekundarstufe I. Hier werden Kinder von Fachlehrkräften und einer Sonderschullehrkraft, der die Kinder in allen Gegenständen begleitet, unterrichtet.
Quelle: Internet-Link
Integrative Mehrstufenklasse
"Die Integration behinderter Kinder in Volksschulen ist in Österreich seit 1993 gesetzlich geregelt. Ziel des Integrationsgedankens ist es behinderte Kinder nicht auszugrenzen und sie gleichzeitig optimal zu fördern.[...] Um dem Anspruch einer Integrationsklasse gerecht zu werden, ein Zusammenleben von behinderten und nichtbehinderten Menschen in gegenseitigem Verständnis und Akzeptanz zu ermöglichen, halten wir es für unerlässlich, jedes einzelne Kind der Klasse als eigenständige Persönlichkeit mit ihren unterschiedlichen Begabungen und Schwächen wahrzunehmen und individuell zu fördern. Daher ist die Führung einer integrativen altersheterogenen Mehrstufenklasse – unter Verzicht auf Selektion – unserer Auffassung nach eine Weiterentwicklung desselben Grundgedankens.Die große Heterogenität einer Mehrstufenklasse erleichtert es Kindern und Lehrer/innen die unterschiedlichen Entwicklungsniveaus und Lerntempi zu akzeptieren und zu beachten. Intrapersonelle Leistungsvergleiche werden viel stärker bewertet als Vergleiche zwischen den Kindern. Negatives Konkurrenzverhalten kann so eingedämmt werden, Leistungsdruck entsteht ungleich schwerer.Die Kinder haben die Chance Lern- und Spielpartner/innen unterschiedlichen Alters zu finden. Dem sozialen Lernen wird schon allein durch die Zusammensetzung der Lerngruppe Rechnung getragen. Alle Kinder – auch die behinderten Kinder – können sich sowohl in der Rolle der/des Überlegenen (zumeist älteren) als auch unterlegenen Partnerin/Partners erleben. Selbst Kinder mit großen Entwicklungsrückständen können immer wieder erfahren, dass sie in vielen Bereichen ihr Wissen an jüngere Kinder weitergeben können."
Quelle: Gudrun Schützelhofer, Claus Großkopf: "Die Arbeit in der Integrationsklasse mit sprachheilpädagogischem Schwerpunkt"; Hrsg.Inge Frühwirth, Friederike Meixner: "Sprachheilpädagogik und Integration",2000 Verlag Jugend&Volk, Wien
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