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Reformpädagogik
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Unser Anliegen ist es, den Unterricht in den Mehrstufenklassen an den Bedürftnissen der Kinder zu orientieren. Unsere Hilfsmittel dazu beziehen wir aus verschiedenen Richtungen der Reformpädagogik.
Reform bedeutet Umgestaltung und Erneuerung. Unter Reformpädagogik werden pädagogische Initiativen beschrieben, die vorwiegend im ersten Drittel des 20.
Jahrhunderts entstanden und das Kind als selbstbestimmte Person mit seinen
individuellen Möglichkeiten, Bedürfnissen, Wünschen und
Zielen und gleichwohl als Teil einer (Lebens-, Arbeits-, Lern-) Gemeinschaft wertschätzen und zum Angelpunkt ihrer pädagogischen Tätigkeit
machen.
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Reformiert werden sollten die damals
traditionell vorherrschenden starren, einseitigen, von oben diktierten und nicht kindgemäßen Erziehungskonzepte und Strukturen
in den viel zu engen Schulstuben und mithin die bestehenden autoritären
gesellschaftlichen Überlieferungen.
Die schwedische Reformerin Ellen Key rief um
1900 programmatisch das "Jahrhundert des Kindes" aus.
Immer wieder gab und gibt es Menschen, die kritisieren, dass die traditionelle
Schule über die Kinder bestimmt, ohne auf deren Individualität
einzugehen und an diese Erwachsenenwissen, -können und -moral von
oben nach unten weitergeben will. Die Reformpädagogik greift diese
Kritik auf und bietet alternative Schulkonzepte an. Wir setzen solche
Ideen in unseren reformpädagogischen Mehrstufenklassen um. Unser
Anliegen ist es, dass sich die Kinder als individuelle, Gemeinschaft suchende,
selbsttätige und selbstbestimmte Personen entwickeln. Durch Arbeit,
für die sie selbst Verantwortung tragen, öffnen sie sich der
Welt, erlernen Fertigkeiten und entwickeln Fähigkeiten, Urteilskraft,
Teambereitschaft und Toleranz…Wir als ReformpädagogInnen begleiten
und unterstützen sie dabei.
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Leben,
arbeiten und lernen geschieht in unseren reformpädagogischen Klassen
möglichst
individuell - selbstbestimmt - eigenverantwortlich - kooperativ
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Was wir LehrerInnen dafür tun: Wir ... |
- gestalten die Klassenräume als anregende Lern- und Arbeitsbereiche
- entwickeln didaktische Materialienunter (unter Verwendung verschiedener Medien), mit denen die Kinder selbständig
und strukturiert lernen und arbeiten
- stellen den Kindern Strukturen für ihre Arbeit zur Verfügung
(z.B. Wochenpläne, Zeitstrukturen, Gruppen, Kurse, Ateliers/Workshops,…)
- beobachten die Kinder und geben ihnen qualifizierte Rückmeldungen,
Beratung und Hilfestellung
- organisieren durch vielfältige Exkursionen und Ausflüge
die Begegnung und Auseinandersetzung mit Natur, Kultur und Gesellschaft
- ermöglichen den Kindern gelebte Demokratie und Mitbestimmung
(z.B. Klassenräte, SchülerInnenparlament,...)
- Initiieren und unterstützen Projekte
- tragen der Unterschiedlichkeit der Kinder durch individuell abgestimmte
Impulse, Aufgabenstellungen und Förderkonzepte Rechnung
- Bringen allen, auch anderenorts benachteiligten Kindern Würde
und Wertschätzung entgegen und unterstützen diese Haltung
auch in der Gruppe
- führen eine individuelle und persönliche Beurteilung, z.B. die
Kommentierte Direkte Leistungsvorlage (KDL), durch
- legen großen Wert auf gelungene Kooperation mit den Eltern
- wir arbeiten als Team von Volks- und SonderschullehrerInnen (Integration)
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